Sicherlich war die Titelstory der heutigen FAZ keine Überraschung – oder die des Handelsblatts und der Süddeutschen Zeitung.
Wie sollte es auch anders sein? Es handelte sich um Arcandor. „Schluss. Aus. Weiter.“ verlautete man auf der Titelseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Wie es morgens bei mir so üblich ist, heben ich die Zeitung im Treppenhaus auf, scanne sie kurz nach den wichtigsten Schlagzeilen, knicke sie und packe Sie zwecks späterer Lektüre in die Tasche.
Während meines ambitionierten und nicht weniger dynamischen Knickvorganges fiel mir ein kleines Stückchen Papier aus der Zeitung – auch Printwerbung genannt. Natürlich.
Diese Werbung gab mir allerdings sehr zu denken; und ich glaube ich habe den einen Grund für die Finanzkriese bei Arcandor gefunden. Werbung wird einfach absolut fehlplatziert
Man soll Schlagzeilen ja bekanntlich für sich nutzen, aber in bestimmten Zeiten und Situationen muss die eigene Marketingstrategie (zumindest einmal kurz) überdacht werden.
Die insolvente Arcandor AG ist bekanntlich der Nachfolger der ehemaligen KarstadtQuelle AG (Karstadt-Quelle heißt jetzt Arcandor). Vor diesem Hintergrund frage ich mich, ob sich tatsächlich jemand für eine KarstadtQuelle-Versicherung entscheidet, wenn aus der Zeitung in der dieser Werbebeitrag liegt, breit über die schlechte Wirtschaftslage des (Mutter-)Konzerns berichtet.
Vielleich bin ich auch einfach sehr zu skeptisch, aber ich glaube nicht, dass man mich damit überzeugt. Ich lege mein Geld (heute) doch auch nicht bei einer isländischen Bank an.
Vielleicht ist diese Art der Werbung auch ein Grund von Frau Merkel und/oder Herrn zu Guttenberg (ohne den Wilhelm), mögliche Staatszuschüsse zu verweigern?! Wer so unklug mit seiner Werbung und in letzter Instanz mit dem damit verbundenen Geld umgeht, muss sich die Fragen gefallen lassen, wo sonst noch Geld unnötiger Weise verbrannt wird.
Natürlich, Marketingmaßnahmen werden nicht von den einzelnen Zeitungsausgaben abhängig gemacht. Allerdings wird nicht erst seit gestern mir diesem einen klaren Fokus üder Karstadt (bzw. Arcandor) berichtet.
Die Responsequote dieser Beilage würde mich brennend interessieren. Leider ließt wohl weder die entsprechende Person bei Arcandor diesen Beitrag, noch gehe ich davon auch, dass von euch jemand diese Person kennt?
![militaervsfinanzkrise [via www.ibrahimevsan.de]](http://gedankensolo.files.wordpress.com/2008/11/militaervsfinanzkrise4.png?w=480&h=349)






