Ich glaube jedem, der ein wenig twittert und/oder Blogs liest, ist dieser Name an der einen oder anderen Stelle über den Weg gelaufen: Thomas Knüwer.
Als Reporter beim Handelsblatt schreibt er in seinem Blog Indiskretion Ehrensache durchaus kritische Beiträge oder befasst sich im Podcast „Bel étage“ mit Gästen und Themen aus den Bereichen Medien, Werbung, PR und Marketing.
Abseits der Wirtschaft, Medien und Politik geht es in seinem privaten Blog (www.gotorio.de) vielmehr um Reiseerlebnisse, Shopping, Essen und Trinken und was man sonst nicht alles so tut, wenn man nicht arbeitet.
Besonders freut mich, dass Thomas ein „alter“ Münsteraner und Preußen Münster-Fan ist. Das man sich dort noch nicht getroffen hat, liegt wohl daran, dass ich diese Saison erst zweimal im Preußenstadion war. (Ja, in dem Stadion, in dem die Tribüne bei Bauarbeiten vor zwei, drei Wochen zusammengebrochen ist.)
1.) Wieso twitterst du?
Zunächst: Weil es Spaß macht. Twitter ist zum einen mein wichtigster Nachrichtenfilter geworden. Ich bekomme in vielen, für mich interessanten Bereichen, weniger Nachrichten – bin aber besser informiert. Das funktioniert noch nicht in allen Feldern – aber in einer ganzen Reihe.
Zum anderen ist es die einzige Möglichkeit, über die ich unkompliziert Kontakt halte mit jenen Menschen, die mich interessieren und die an mir Interesse haben. Ein Beispiel, was möglich ist: Ich landete auf dem Flughafen München und schaute beim Warten auf meinen Koffer bei Twitter rein. Dort schrieb ein Bekannter: „Braucht jemand eine Mitfahrgelegenheit vom Flughafen München in die Stadt?“. Über Twitter organisierten wir uns, hatten eine unterhaltsame Fahrt in die Stadt und haben zumindest meinem Arbeitgeber auch noch Geld gespart. Das Tolle: Es hätte auch funktioniert, wenn wir uns gar nicht gekannt, aber uns mitgelesen hätten.
2.) Wo siehst du Twitter oder einen anderen Microblogging-Dienst in 3, 5 und 10 Jahren?
Im Online-Geschäft sind solche Vorhersagen nur äußerst schwer zu treffen. Zunächst fehlt Twitter ein Geschäftsmodell. Ich glaube aber, es wird sich eines finden. Derzeit sehen wir das, was man Hockeystick-Effekt nennt: Nach langsamem Anfangswachstum geht Twitter derzeit durch die Decke. Der Dienst kommt im Massenmarkt an und ich traue ihm zu, ein Massenkommunikationsmittel zu werden. Allerdings mag ich den Begriff „Microblogging“ nicht. Für mich ist Twitter ein Kurznachrichtendienst. Kurznachrichten, wie in „SMS“. Den Twitter-Skeptikern sei damit auch der Hinweis gegeben, dass sich viele einst gefragt haben, wofür man diese komische Textfunktion auf dem Handy denn bittschön braucht.
Hier noch zwei Hinweise auf die aktuellen Beiträge seiner Blogs:
Indiskretion Ehrensache: Die Gaga-Sperrfristen des ARD Deutschland Trend
Go to Rio: Urlaub in Lappland: Frostbeulen-Freude bei -30 Grad
Kommentare