3. Tag
Da unser Bus-Ticket noch gültig war, haben wir es auch genutzt und sind bis etwa halb zwölf mit dem Sightseeing-Bus durch die Gegend gefahren.
Anschließend stand Shopping auf dem Plan. Wie jeder gute Reiseführer, hat auch unser Spirallo von der Oxford Street und der Bond Street geschwärmt. Bei unserem Fußmarsch hat es sich allerdings weniger um Shopping als vielmehr um Schaufenster-Gucken und Bummeln gehandelt. Eingekauft wurden jedoch auch ein wenig: Schuhe. Carina und ich haben je ein paar gefunden, die auch in unser Budget passten.
4. Tag
Der erste Weg führte uns zu tkts, einem Last-Minute-Ticket-Händler, am Leicester Square. Zumindest wollten wir dort hin um uns für den Abend Karten für „König der Löwen“ zu sichern. Da das Musical für diesen Tag schon ausgebucht war, gabs Karten für „We Will Rock You„. 28 Pfund haben die guten Sitzplätze gekostet. Wer die Musicalpreise in Deutschland kennt, wird sicherlich zustimmen, dass das ein sehr fairer Preis ist. Ohne es zu merken haben wir uns die Karten bei dem falschen Händler gekauft. Ich hoffe daher einfach, dass dieser uns beim Preis nicht übers Ohr gehauen hat.
Das Musical (ca. 2,5 Stunden) am Abend war klasse.
Obwohl ich nie riesiger Queen-Fan war, kann ich jedem nur ans Herz legen zu versuchen in eine Vorstellung zu gehen.
Nachdem Sebastian uns noch in Deutschland vom Abercrombie & Fitch Laden erzählt hat, haben wir diesen auch gesucht. Und wie wir ihn gesucht haben. Nachdem wir mind. 3x dran vorbeigelaufen sind ohne ihn zu sehen, war eine junge englische Familie so nett und hat uns nochmals genau erklärt wo er ist. Und siehe da, wir fanden ihn. Es steht aber auch nirgends dran.
Eins muss ich an dieser Stelle aber mal in die Runde fragen: Wer denkt sich ein solches Konzept aus? Der Laden war riesen groß, und absolut dunkel, ich konnte fast nichts erkennen. Wären dort nicht hunderte Menschen rumgelaufen, davon etwa die hälfte Mitarbeiter von A&F, hätte ich mich verlaufen und hätte vor Angst angefangen zu weinen weil ich nichts sehen konnte.
Bei den Bediensteten war auffällig, dass diese vermutlich fast ausschließlich nach ihrem äußerlichen eingestellt wurden: Sehr ansehnlich, die Frauen. (Die Männer vermutlich auch)
Aber: Wer kauft denn dort bitte schön ein?
Zahlt ihr wirklich 60 Pfund (66 EUR) für ein Polohemd, 100 Pfund (110 EUR) für eine Jeans oder 90 Pfund (99 EUR) für einen Pulli? Seid ihr verrückt?
Bisher kannte ich nur die amerikanischen Preise, die absolut i.O. sind. Aber hier? Niemals!
Noch bekloppter können wohl nur die Ed Hardy-Träger sein. Nicht nur, das hier ein T-Shirt 120 EUR kostet, die Sachen sind obendrein auch noch potthässlich.
Dazu aber genug. Vielleicht gibt’s dazu demnächst einen separaten Beitrag.
5. Tag
Der fünfte Tag war auch gleichzeitig unser letzter.
Morgens sind wir länger im Hotel geblieben um in Ruhe zu packen. Da Flieger erst am Abend (21:10 Uhr) ging brauchten wir einen Platz um unsere Koffer zu deponieren.
Im Hotel hat uns das ganze 5 Pfund pro Koffer gekostet und schon war uns das bisher so gelobte Hotel nicht mehr so sympathisch.
Als wir dann gegen 9.30 Uhr fast kein Frühstück mehr bekamen, da a) kein Platz mehr im Raum frei war und b) die Auswahl noch geringer war als sonst, schwanden die guten Eindrücke der vorangegangenen Tage noch weiter.
Den Tag verbrachten wir wieder in der Stadt. Heute allerdings ohne Programm, sondern wir sind vielmehr herumgewandert. Irgendwann landeten wir im Covent Garden, einem kleinen Markt mit einigen Schaustellern. Einige waren gut, andere weniger.
Am Nachmittag, gegen 16:30 Uhr, mussten wir uns auf den Rückweg machen. Koffer einsammeln, zum Flughafen und auf unseren verspäteten Flieger warten. (Ich hoffe die Familie hat es noch rechtzeitig zu ihrem Gate geschafft? Da soll noch mal einer sagen wir deutschen sind perfekt organisiert und immer zu früh.) Um Mitternacht waren wir gestern in Weeze am Flughafen und um kurz nach zwei sind wir ins Bett gefallen.
Jetzt können die Ostertage kommen…