Gedankensolo

Mit den Tags ‘Umfrage’ versehene Einträge

Zwei Fragen an… Thomas Knüwer (@tknuewer)

9. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Ich glaube jedem, der ein wenig twittert und/oder Blogs liest, ist dieser Name an der einen oder anderen Stelle über den Weg gelaufen: Thomas Knüwer.

Als Reporter beim Handelsblatt schreibt er in seinem Blog Indiskretion Ehrensache durchaus kritische Beiträge oder befasst sich im Podcast „Bel étage“ mit Gästen und Themen aus den Bereichen Medien, Werbung, PR und Marketing.

Abseits der Wirtschaft, Medien und Politik geht es in seinem privaten Blog (www.gotorio.de) vielmehr um Reiseerlebnisse, Shopping, Essen und Trinken und was man sonst nicht alles so tut, wenn man nicht arbeitet.

Besonders freut mich, dass Thomas ein „alter“ Münsteraner und Preußen Münster-Fan ist. Das man sich dort noch nicht getroffen hat, liegt wohl daran, dass ich diese Saison erst zweimal im Preußenstadion war. (Ja, in dem Stadion, in dem die Tribüne bei Bauarbeiten vor zwei, drei Wochen zusammengebrochen ist.)

1.)    Wieso twitterst du?

Zunächst: Weil es Spaß macht. Twitter ist zum einen mein wichtigster Nachrichtenfilter geworden. Ich bekomme in vielen, für mich interessanten Bereichen, weniger Nachrichten – bin aber besser informiert. Das funktioniert noch nicht in allen Feldern – aber in einer ganzen Reihe.
Zum anderen ist es die einzige Möglichkeit, über die ich unkompliziert Kontakt halte mit jenen Menschen, die mich interessieren und die an mir Interesse haben. Ein Beispiel, was möglich ist: Ich landete auf dem Flughafen München und schaute beim Warten auf meinen Koffer bei Twitter rein. Dort schrieb ein Bekannter: „Braucht jemand eine Mitfahrgelegenheit vom Flughafen München in die Stadt?“. Über Twitter organisierten wir uns, hatten eine unterhaltsame Fahrt in die Stadt und haben zumindest meinem Arbeitgeber auch noch Geld gespart. Das Tolle: Es hätte auch funktioniert, wenn wir uns gar nicht gekannt, aber uns mitgelesen hätten.

2.) Wo siehst du Twitter oder einen anderen Microblogging-Dienst in 3, 5 und 10 Jahren?

Im Online-Geschäft sind solche Vorhersagen nur äußerst schwer zu treffen. Zunächst fehlt Twitter ein Geschäftsmodell. Ich glaube aber, es wird sich eines finden. Derzeit sehen wir das, was man Hockeystick-Effekt nennt: Nach langsamem Anfangswachstum geht Twitter derzeit durch die Decke. Der Dienst kommt im Massenmarkt an und ich traue ihm zu, ein Massenkommunikationsmittel zu werden. Allerdings mag ich den Begriff „Microblogging“ nicht. Für mich ist Twitter ein Kurznachrichtendienst. Kurznachrichten, wie in „SMS“. Den Twitter-Skeptikern sei damit auch der Hinweis gegeben, dass sich viele einst gefragt haben, wofür man diese komische Textfunktion auf dem Handy denn bittschön braucht.

Hier noch zwei Hinweise auf die aktuellen Beiträge seiner Blogs:

Indiskretion Ehrensache: Die Gaga-Sperrfristen des ARD Deutschland Trend

Go to Rio: Urlaub in Lappland: Frostbeulen-Freude bei -30 Grad

Kategorien: Die "online" Welt · Marketing und Medien
Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , , , , , , , ,

Zwei Fragen an… Olaf Kolbrück (@off_the_record)

7. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Zwei Wochen konnte ich mittlerweile mit Antworten auf meine beide Twitter-Fragen füllen.

Heute war Olaf Kolbrück vom off the record – Blog so nett und hat die beiden basic Fragen für uns beantwortet. Bisher muss ich sagen, ists es spannend zu sehen aus welcher Motivation heraus doch so viele unterschiedliche Menschen twittern (und auch bloggen).

Zu finden ist Olaf bzw. das Blog bei Twitter unter dem Username: @off_the_record.

1.) Wieso twitterst du?

Weil es so einfach ist. Twitter ist das Knoppers des Web 2.0. Häppchen an Information und Unterhaltung in unglaublicher Schnelligkeit von und mit Leuten um deren ähnliche Interessen ich weiß und mit denen ich auf diese Weise Kontakt halten kann. Oder auf diese Weise überhaupt erst kennenlerne.

2.) Wo siehst du Twitter oder einen anderen Microblogging-Dienst in 3, 5 und 10 Jahren?

Diese Dienste werden Teil des Standards im Web sein. Auch wenn sie in 10 Jahren wahrscheinlich eine Form haben, die wir uns heute noch nicht vorstellen können.
Was aber bleiben wird, ist die Lust sich zu einem kurzen Plausch an einem digitalen Gartenzaun zu treffen und schnell ein paar Neuigkeiten, Nettigkeiten und Hilfen auszutauschen, ohne das man seinen Nachbar dafür gleich zu Kaffee und Kuchen hereinbitten muss.

PS: Der aktuelle Beitrag vom off the record-Blog ist hier zu finden: Klick!

Kategorien: Die "online" Welt · Marketing und Medien
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Zwei Fragen an… Handelskraft (@Handelskraft)

5. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Einige Tage konnte ich nun schon füllen und auch heute gehts weiter mit interessanten Antworten und Meinungen zum Thema Twitter.

Dieses Mal war Sebastian vom Handelskraft Blog so nett und hat mir Rede und Antwort gestanden und etwas darüber erzählt wieso er und seine Co-Autoren twittern und wo sie Microblogging in 3, 5 und 10 Jahren sehen.

1.) Wieso twittert ihr?

So richtig konnte ich mich nie mit Twitter anfreunden. Das Microblogging scheint zunehmend das „richtige“ Bloggen zu ersetzen und das ist eine Entwicklung, die ich persönlich zu diesem Zeitpunkt bedenklich finde. 140 Zeichen – Das ist natürlich kein Inhalt zu erwarten. Viele vermeiden damit die Arbeit sich richtig mit Themen auseinander zu setzen. Stattdessen kommt das virtuelle Fußnoten setzen in Mode. So bedenklich und pessimistisch man das auch sehen möchte, gibt es jedoch auch positive und aufregende Aspekte. Eine Vernetzung wird damit wesentlich vereinfacht. Man hat einen Microfeed. Twitter bedeutet für mich eine neue Dimension von LIVE zu sein. Überall darauf zugreifen zu können, ist zwar eine ebenfalls bedenkliche Angelegenheit (Stichwort: Medialisierung & soziale Konsequenzen daraus), jedoch macht das die Kommunikation einfacher. Das Problem ist, dass LIVE zu sein mit Twitter neu definiert wurde. Twitter ist für mich eine logische Antwort unserer beschleunigten Art zu leben und dem Bedürfnis an noch mehr Informationen andocken zu können. Mit twittern anzufangen war mich demnach eine logische Reaktion. Ich arbeite im und mit dem Web-2.0. Diese Arbeit macht mir Spaß. Also verschließe ich mich auch Twitter nicht. Twittern ist nicht unbedingt eine Herausforderung. Es ist eine Erfahrung, die teilweise spaßig werden kann. Dann wenn es banal wird, lache ich am meisten über 140-Zeichen-Statements.

2.) Wo seht ihr Twitter oder einen anderen Microblogging-Dienst in 3, 5 und 10 Jahren?

Mit noch mehr Funktionen. Irgendwann gibt es Gruppenfunktionen und dann ähnelt ein Microblogging-Dienst mehr und mehr einem abgespeckten und minimalisierten Social-Network. Da Twitter momentan extrem auf der Welle der Informationsbeschleunigung mitsurft und diese auch erheblich schneller gemacht hat, wird sich zeigen, wie mobile Anbieter auf diese Entwicklung reagieren. Die Tendenz, dass das Handy mehr und mehr den PC als Login zum Internet ersetzt, ist mehr als sichtbar. Viele scheuen sich noch davor, ihr Handy zum Surfen zu nutzen, vor allem wegen den noch zu hohen Kosten. Diese Kosten werden weiter sinken. Und dann schätze ich, wird Microblogging für die Masse interessant. Die SMS wird möglicherweise denselben Hirntod erleiden wie die Schallplatte, als die CD auf den Markt kam. Es wird dann eben in Massen getwittert. Ich warte nur auf das erste Silvester, an dem alle Server zusammenbrechen, weil jeder twittert, micro-berichtet, sich verabredet, etc., so wie es ja jetzt schon in Krisengebieten passiert. Oder wenn ein Präsident gewählt wird. Twitter? In zehn Jahren ist dieses Kommunikationsinstrument nicht mehr wegzudenken. Ein publizistisches Instrument, wie das richtige Bloggen, wird es aber nicht werden können. Nicht mit 140 Zeichen. Und wenn doch, dann nur aus der Motivation heraus mit Informationsfragmenten am sehr, sehr schnellen Puls der Zeit zu bleiben.

Kategorien: Die "online" Welt · Marketing und Medien
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Zwei Fragen an… Silke Berz (@paulinepauline)

4. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Silke? Ich war ganz verwundert!

Auf Twitter kannte ich paulinepauline und der Blog heisst auch blog.paulinepauline.de. Na klar heisst Sie dann auch Pauline. Na Pustekuchen, wie ich beim genaueren Betrachten des Impressums feststellen musste durfte.

1.) Wieso twitterst du?

Ich mochte schon immer was Spannendes, was zum Spielen und Schokolade ist auf Twitter auch immer ein großes Thema.

2.) Wo siehst du Twitter oder einen anderen Microblogging-Dienst in 3, 5 und 10 Jahren?

Auf dem Handy, auf einem digitalen Bilderrahmen und auf dem Spiegel im Bad.

Vorschau: Morgen antworten die Jungs vom Handelskraft-Blog

Kategorien: Die "online" Welt · Marketing und Medien
Mit Tag(s) versehen: , , , ,

Zwei Fragen an… Alex Wunschel (@podpimp)

3. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Heute steht ein weiterer Hochkaräter der Web 2.0-Szene Rede und Antwort.

Alex Wunschel, der „Podpimp“ ist weniger ein Blogger als vielmehr ein Podcaster (gut, bloggen tut er auch…). In mittlerweile 201 Folgen des „Blick über den Tellerrand“ behandelt er wöchentlich Themen aus dem Web X.0 und des user generated content. Immer wieder greift er aktuelle und interessante Themen aus dem Netz und der Medialen Welt auf.  Sehr zu empfehlen.

Neben dem Blick über den Tellerrand betreibt er weitere Podcasts. Zum einen „Pimp my Brain“ in dem immer wieder Experten zu Wort kommen und ihm bereitwillig Frage rund um das Medium Internet, etc. beantworten.

Zum anderen gibt es seit einigen Wochen den „Brouhaha„-Podcast: „Der Podcast rund um Social-Media-Aufreger in den digitalen Medien”, den Alex gemeinsam mit Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach über die Leitungen schickt.

Eine Zusammenfassung aller Podcasts, bei denen Alex seine Finger im Spiel hat, findet ihr sicherlich auch auf seinem Blog. Dort, in seinen Podnotes, kann man auch immer wieder Links zu „interessanten“ Playmate-Interviews finden, die er u.a. für den Podcast des Playboys geführt hat.

Selbstverständlich ist Alex auch über Twitter zu finden.

1.) Wieso twitterst du?

Es ist eine Mischung aus virtueller Tee-Küche, fachlichem Notizblock und Chatraum mit 140 Zeichen-Disziplin.

2.) Wo siehst du Twitter oder einen anderen Microblogging-Dienst in 3, 5 und 10 Jahren?

In drei Jahren hat es Twitter auch hier auf SMS-Niveau geschafft, die Nutzer gewöhnen sich an 1:n-Kommunikation, und es gibt intelligente Gruppierungs- und Lokalisierungs-Services.
Was in 5 Jahren ist weiß ich nicht, in 10 Jahren gibt es jedoch kein Internet mehr.

Hier noch ein, zwei weiterführende Links:

Der Aktuelle Blick über den Tellerrand: Blick 201 auf Podnotes, Web Content Forum, IBM und Gazprom
und
Pimp my Brain goes Brouhaha

PS: Morgen gehts weiter mit paulinepauline aka Silke Berz.

Kategorien: Die "online" Welt · Marketing und Medien
Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , , , , ,

Zwei Fragen an… Darren Rowse (@problogger)

2. Februar 2009 · 1 Kommentar

Heute möchte ich zwei Antworten von einem der wohl bekanntesten Blogger und Twitterer vorstellen.

Darren Rowse führt den Blog problogger.net, auf dem er regelmäßig Themen rund um das Bloggen, Twitter und das Internet aufgreift. Auf Twitter ist der Australier mit ca. 31.000 Followern einer der einflussreichsten Menschen mit einer enormen Reichweite.

Genug Bauchpinselei… hier seine Antworten auch meine Fragen zu Twitter.

1.) Why are you using twitter?

I use twitter because it is a great research tool, helps me build my brand, it is a good way to promote content on my blogs, is excellent for extending and deepening my network and giving people an insight into who I am.

I’ve written more about why I use it here – http://www.problogger.net/archives/2008/01/23/9-benefits-of-twitter-for-bloggers/

2.) Where do you see twitter in 3, 5 and 10 years?

Really it is anybody’s guess. I guess we’ll see new tools develop around it and see it merge more and more with other types of websites. We’re already seeing bloggers integrate it more into their blogs – I think this trend will continue.

Hier noch ein Hinweis auf ein, zwei Blogposts von Darren zum Thema Twitter:

How to write your „About Me“ page

Blogging Tips for Beginners

Starting Your First Blog? 29 Tips, Tutorials and Resources for New Bloggers

Go Beyond Blogging – Multi-Channel Marketing via Online Media

How to Guest Post to Promote Your Blog

Kategorien: Die "online" Welt · Marketing und Medien
Mit Tag(s) versehen: , , , ,

Zwei Fragen an… Frau Lehmann (@FrauLehmann)

30. Januar 2009 · Kommentar schreiben

Mich wundert es, dass ich bisher noch nicht eine Absage kassiert habe. All jene, die ich angeschrieben habe, haben auch etwas geschrieben… oder ignorieren mich. Eine negative Antwort habe ich allerdings noch nicht bekommen. Vielen Dank an alle Teilnehmer!

So auch Frau Lehmann. Nach meiner Email hats knappe 3 Stunden gedauert und ich hatte folgende Antworten in meiner Mailbox.
Frau Lehmann, übernehmen Sie…

1.) Wieso twitterst du?

Weil HerrLehmann mir davon berichtete und ich von dem einfachen Konzept zum Verstreuen meines Gedankengutes begeistert bin. Außerdem bin ich gezwungen, meine Aussagen auf 140 Zeichen zu reduzieren, was eine gute Übung für mich ist, mich kürzer und präziser zu fassen.

2.) Wo siehst du Twitter oder einen anderen Microblogging-Dienst in 3, 5 und 10 Jahren?

Ich denke, dass Twitter für Business Kontakte in den nächsten Jahren immer wichtiger werden wird. Stichwort: Beziehungen herstellen. Trotzdem wird es vorrangig ein Unterhaltungsmittel bleiben. Twitter wird verschwinden, sobald die nächste sinnvolle Erfindung das Netz erreicht. Ich kann nicht in die Zukunft schauen, so kann es auch sein, dass der Twitter-Hype bestehen bleibt.

Zu finden ist Frau Lehmann übrigens entweder auf Ihrem Blog (www.fraulehmann.eu) oder über Twitter zu finden. Ihren neuesten Blogpost findet ihr hier: Ach ja.

Kategorien: Die "online" Welt · Marketing und Medien
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Zwei Fragen an… Frau Schnutinger (@schnutinger)

29. Januar 2009 · Kommentar schreiben

Nun ist Frau Schnutinger an der Reihe. …. und wie!

Frau Schnutinger (aka Ute Hamelmann) beschäftigt sich in ihrem Blog in erster Linie mit Cartoons und Comedy. Der aktuelle Post befasst sich mit den ersten Karnevalsvorbereitungen.

Wie es sich für eine Bloggerin gehört, findet man sie ebenfalls auf Twitter. Zugegebener Maßen bin ich erst seit kurzem einer ihrer etwa 975 „Verfolger“, was aber vermutlich mit meinem bisher recht eingeschränkten kleinem Blickwinkel zusammenhängt.

Falls von euch jemand Tipps zu Twittereren hat, die followable sind: Immer her damit.

Nun aber zur sehr ausführlichen Beantwortung meiner beiden Fragen.

1.) Warum twitterst du?

Warum weiß ich selber nicht so genau. Ich glaube in erster Linie dient es der Unterhaltung. Man fängt irgendwann an zu twittern und dann wird es zum netten Tagesbegleiter. Mich reizt die Mischform aus Privatem – dort findet sich einiges an Blödelei – und durchaus brauchbaren Informationen, beispielsweise über Tweets von Zeitungen und Institutionen und Experten. Alles wird nur kurz angetippt, Links werden gesetzt, man kann ihnen bei Bedarf folgen, muss aber nicht. Gerade die Vielfalt an Menschen und Institutionen macht es extrem quirlig und bunt. Und das Schöne ist: Unwichtiges kann man auch einfach schnell überlesen.

Interessant wird Twitter vor allem, wenn Ereignisse wie z.B. Wahlen anstehen, dann ist Twitter ein extrem tolles Live-Medium, bzw. eine geniale Plattform zur gegenseitigen Interaktion, siehe unlängst „Wahlen im Web“ im ZDF moderiert von Markus Kavka, eine schöne Sache! Man ist durch Twitter extrem gut und wahnsinnig schnell weltweit vernetzt – mir ist keine Plattform bekannt, die dergleichen bietet. Man wird in kürzester Zeit informiert und kann sogar noch mit vielen anderen auf einmal interagieren, z.B. Fragen stellen etc.. So gesehen ist Twitter eine Art weltweiter Newsticker für Jedermann, wie früher das Morsegerät, mit dem Unterschied, dass man jetzt nicht mehr nur einen erreicht, sondern in Kürze Hunderte, Tausende, Millionen von Menschen weltweit, siehe beim Flugzeugunglück auf dem Hudson-River in New York.

Bei Twitter folge ich beispielsweise vielen Amerikanern, die ich gar nicht persönlich kenne, nie würde ich auf die Idee kommen, denen eine Mail zu schicken, nach dem Motto: Informiere mich mal über Amerika oder ein bestimmtes Sachthema, aber so bekomme ich auf eine charmante Art und Weise trotzdem viel aus Amerika und anderen Ländern mit.
Nebenbei: Ganz persönlich habe ich schon zweimal von Twitter profitiert. Zum einen konnte ich nach dem Grimme Online Award bei einer Twitterin übernachten – und das ist ja auch im Grunde das Tolle an Twitter, man lernt einige Leute über Twitter kennen und dadurch, dass sie allen möglichen Privatkram twittern kennt man sie sogar nach einer Weile recht gut, das schafft schon in gewisser Weise Vertrauen, zumindest so viel, dass man einigermaßen fremde Leute auch bei sich übernachten lässt :-) Katti, im übrigen danke nochmal dafür!!! Und zum anderen ist allein über Twitter ein großes Zeitungsinterview für die Münstersche Zeitung zustande gekommen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Viele Blogger nutzen überdies die Chance, via Twitter auf ihre Blogbeiträge aufmerksam zu machen.

2.) Wo siehst du Twitter oder einen anderen Microblogging-Dienst in 3, 5 und 10 Jahren?

Twitter in 10 Jahren.
Twitter wird nichts anderes ablösen, dafür ist es als Medium zu singulär. Aber es wird einen großen Stellenwert im Kommunikationsmix zwischen Internetseite, E-Mail, Blogging etc. einnehmen. Ich denke, kein Medienunternehmen, keine Zeitung, kein Unternehmen, kein Einzelkämpfer, sei es Künstler oder Journalist etc. wird es sich leisten können, nicht zu twittern. Zum Aufbau einer Marke ist es überdies ein extrem interessantes Medium. Nicht zuletzt auch für das sogenannte Self-Marketing von Einzelpersonen, wovon es ja gerade in der Blogosphäre einige gibt – mit steigender Tendenz.

Hier sind uns die Twitter-Stars aus den anglo-amerikanischen Ländern weit voraus, wie z.B. der Schauspieler Stephen Fry, der die vielfältigen Möglichkeiten einer umfassenden Web 2.0-Plattform und einer entsprechenden Information und Betreuung seiner Fan-Community wirklich vorbildlich nutzt: Blog, Podcasts, Marketing, YouTube, Sevenload, XING, MySpace, Twitter, etc. – nur aus allen Plattformen zusammen wird eine vollkommene Web 2.0-Marketing-Strategie.

Es ist in Zukunft als Unternehmen törricht, im Netz nur einen Kanal bedienen zu wollen und zu hoffen, alle Menschen strömten automatisch auf eine Internetseite, weil ja die Marke so eine hohe Anziehungskraft besitzt. Die Zeiten sind vorbei. Man muss sich im Netz viel stärker und aktiver um den Konsumenten bemühen und zwar dort, wo sie agieren. Das heißt aber auch, dass man eine andere Sprache und Form finden muss als in den klassischen Medien. Hier kann vor allem die Politik extrem viel von Barack Obamas Wahlkampf lernen. Der klassische deutsche Wahlkampf funktioniert im Web 2.0 nämlich nicht, hier gilt absolute Authentizität und der Wille zur durchaus selbstkritischen Auseinandersetzung.

Aber auch der veränderte Stil hat viele Vorteile, denn über Twitter kann und sollte man beispielsweise weit mehr transportieren als nur schnöde Unternehmensnews. Twitter ermöglicht es Unternehmen, sich unkonventionell und durchaus witzig zu präsentieren, das kommt an. Einige Zeitungsredaktionen machen vor, wie man Twitter effektvoll nutzt, nämlich in einer Mischung aus Infos und dem „Blick hinter die Kulissen“. DerWesten beispielsweise macht das sehr gut oder auch Weltkompakt. Politiker sind, was Twitter anbelangt, noch in einer Findungsphase. Hubertus Heil konnte von seiner USA-Reise zunächst gar nicht genug twittern, bei wichtigen SPD-Themen allerdings versagt sein Twitterstrom völlig. So genutzt, ist twitter natürlich auch keine Lösung, sondern eher enttäuschend.

Kurz gefasst: 3,5 Jahre: Mehr und mehr prominente Personen und Unternehmen twittern.
10 Jahre: Twitter ist aus dem virtuellen Kommunikationsmix von Unternehmen, Institutionen, Parteien, Einzelpersonen, Politikern etc. nicht mehr wegzudenken.

Kategorien: Die "online" Welt · Marketing und Medien
Mit Tag(s) versehen: , , , , , ,