An einigen Stellen habe ich Aussagen wie diese gelesen:
„Frau Schnutiger [sic!] hat keine Lust mehr: Die Cartoonistin und Bloggerin will sich nach heftiger Kritik am neuen Vodafone-Spot aus der Blogosphäre zurückziehen.“ (W&V)
Das ist einfach falsch!
Wer den letzten Artikel von „Frau Schnutinger“ (bleiben wir beim Kunstnamen) aufmerksam gelesen hat, wird erkannt haben, dass es bei Ihrer Entscheidung zum Rückzug weniger um die Kritik an der Vodafone-Kampagne als vielmehr um den Verlust ihrer Glaubwürdigkeit ging.
Ob diese Entscheidung nun richtig oder falsch ist kann und möchte ich nicht kommentieren.
Mich wundert schon sehr, dass ein „Bis hierher und nicht weiter“ von einigen nicht einfach so hingenommen werden kann. Wieso muss es denn hinterfragt werden? Wieso muss nachgetreten werden?
Auch glaube ich nicht, dass es etwas mit einer „Bestrafung“ des Web 2.0 zu tun hat, wenn man sich aufgrund von blöden Kommentaren und einem Zustand der Machtlosigkeit zurückziehen möchte. Machtlosigkeit in sofern, dass es manchmal Momente gibt, in denen Erklärungsversuche schlicht und ergreifend nicht möglich ist. Ab diesem Moment versteht jeder nur das was er verstehen möchte und neutrale / erklärende Aussagen werden zum Nachteil der Person gedreht.
In meinen Augen ist es absolut nachvollziehbar, dass man hier Grass über die Sache wachsen lässt.
In einer Woche interessiert sich doch eh keiner mehr für die Geschichte. Das ganze Trarah wird sich gelegt haben und es gibt neue Aufreger über die man sich auslassen kann.
Dies ist ein gutes Beispiel, dass die Online-Welt doch gar nicht so entfernt ist von der Offline-Welt.
Nun bleibt abzuwarten ob „Frau Schnutinger“ doch noch einmal den Weg zurück zum Bloggen und ins Web 2.0 findet oder nicht. Ich würde es mir wünschen, doch die Entscheidung (ohne Rechtfertigungsgrund) trifft sie.
Auch einen interessanten Kommentar zum Thema hat André Vatter vom Basic Thinking Blog unter der Überschrift „Generation Offline: Außer Kontrolle geratene Vodafone-Kampagne fordert ein erstes Opfer„ geschrieben. Hereinlesen lohnt sich sicherlich.
Update
Auch SpiegelOnline hat die Geschichte jetzt aufgegriffen.
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