Wenn man sich umschaut, sicherlich eine berechtigte Frage.
Die schlechten Nachrichten für Holzbrinck (haben StudiVZ 2007 für 85 Mio. € gekauft) und StudiVZ scheinen nicht abzureißen. Zwar hat StudiVZ fantastische Klickzahlen, von denen andere Anbieter nur träumen. Nur kommt dabei nicht zählbares herum.
Die Werbung auf der Plattform zieht fast überhaupt nicht und die Konkurrenz á la wer-kennt-wen.de, lokalisten.de oder allen voran Facebook zieht in Sachen Reichweitenzuwachs an ihnen vorbei. Laut des Spiegels schafft es StudiVZ „statt der anfangs kalkulierten 25 bis 30 Millionen Euro Umsatz“ gerade mal auf 10, „der Verlust ist fast ebenso hoch“.
Neben dem monetären Erfolg scheint sich das Image auch nicht gerade zum Guten zu wandeln. Ob es nun an den Vorkommnissen und Gerüchten um Mitarbeiter oder -gründer geht oder die absolut misslungene Werbeoffensive sei einmal dahin gestellt. Fakt ist jedenfalls, dass ist StudiVZ eines der unbeliebtesten Startups [via Meedia].
Was nun?
Wie der Spiegel in einer anderen Ausgabe berichtet, gab es gar schon Gespräche mit Facebook über einen Verkauf. Nachdem Facebook wohl Anfang des Jahres noch großes Interesse an der eigenen Kopie einem Kauf hatte, scheint dieses mittlerweile nicht mehr vorhanden zu sein. Mark Zuckerberg merkt vermutlich selbst, welche Probleme StudiVZ hat und sieht ebenso, wie die eigenen Bemühungen in Deutschland Früchte tragen und mehr und mehr Leute (z.B. ich) zu Facebook wechseln.
Neben der Suche nach einem Käufer beschränkt man sich künftig wohl auf die sog. Kernkompetenzen, wenn man in diesem Zusammenhang von soetwas sprechen kann. Soll heißen, dass Holzbrinck ab dem 20. Januar die „Auslandsfilialen“ von StudiVZ dicht macht. Spanien, Italien, Polen und Co. werden gebeten sich neu im MeinVZ anzumelden, dass bis dahin wohl auch vollständig in englischer Sprache verfügbar sein soll.
Eine andere „große Nachricht“ war heute, dass die Gründer zum Jahresende das sinkende Schiff verlassen. Dennis Bemmann und Michael Brehm, die laut Turi2 nur noch beratende Funktionen innehatten, werden im neuen Jahr keine Angestellten von StudiVZ mehr sein.
Alles in allem scheint hier eine große Dynamik drin zu sein. Wenn man das letzte Jahr und vor allem die letzten Monate anschaut, wirkt es fast schon so, als falle das ganze VZ-Gebilde allmählich an allen Ecken und Enden auseinander.
Ob ich da nun traurig bin? Nein!
Für mich hat StudiVZ schon vor einiger Zeit den Reiz verloren. Meine Vernetzung dort ist ohnehin fast abgeschlossen (Wenn sowas überhaupt geht). Außerdem finden man ohnehin die wenigsten Kontakte noch, da sich plötzlich jeder ein Pseudonym gegeben hat und der Name nur noch aus wilden Zahlen-Zeichen-Buschstaben-Kombinationen besteht. Es ist schlich und einfach nicht mehr möglich irgendwen zu finden. Für mich hat Facebook klar die Nase vorn. Zwar muss hier noch ein Weg gefunden werden, die unzähligen, nutzlosen und überflüssigen applications auszuschalten, aber es scheint mir als sei man da auf einen guten und richtigen Weg.
Außerdem bleibt auch immer noch XING als Business-Networking-Plattform. Ich hasse es zwar dort „nur“ einfaches Mitglied zu sein, bin aber zu geizig tatsächlich sechs Euro pro Monat für eine Premium Mitgliedschaft zu investieren.
Ich bin gespannt was sich noch so tut….
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